Unsere Positionen
Wofür wir stehen
Wir sind die Sozial-Oekologische Liste Wendland – seit Jahrzehnten setzen wir uns für einen behutsameren Umgang mit unserer Welt und gerechtere Bedingungen für alle ein. Was uns unterscheidet, ist nicht nur, was wir fordern, sondern dass wir es auch durchsetzen – mit mehr Anträgen im Kreistag als alle anderen Fraktionen zusammen. Hier eine Auswahl unserer Positionen.
Keine Windkraft im Wald
Die Gemeinde plant 18 Windräder von 285 Metern Höhe, teils nur 550 Meter von Wohnhäusern entfernt – 90 Prozent davon in der Göhrde, unserem zentralen Trinkwasserversickerungsgebiet. Wir befürworten die Energiewende, aber nicht durch Rodung und Verdichtung dieses Schutzwaldes: Repowering bestehender Anlagen muss Vorrang vor neuer Waldfläche haben.
Frischer Wind im Gemeinderat
Unser Gemeinderat bildet die Gemeinde nur unvollständig ab: keine Frauen, zu wenig junge Menschen. Als Bürger:in ohne Mandat findet man zudem kaum Gehör – die Einwohnerfragestunde deckelt Fragen und beantwortet sie halbherzig. Sitzungen müssen verständlicher werden, Themen besser vorgestellt und aufbereitet – auch mit digitalen Hilfsmitteln.
Keine KI-Rechenzentren im Landkreis
Das Stromnetz ist jetzt schon an seiner Belastungsgrenze, und Rechenzentren brauchen dauerhaft Strom – auch wenn der Wind mal nicht weht. Außerdem braucht die Kühlung Unmengen an Wasser, wovon wir jetzt schon viel zu wenig haben. Für große KI-Rechenzentren ist unser naturnaher, küstenferner Landkreis der falsche Standort.
Ein Ort für die Jugend
Zernien braucht einen Jugendtreff, an dem junge Menschen sicher zusammenkommen und sich kreativ, sportlich und handwerklich austoben können.
Mobil sein können
Der ÖPNV muss ausgebaut werden und für Kinder und Jugendliche kostenfrei bleiben, auch am Nachmittag, mit mehr Busverbindungen nach Uelzen und Dannenberg. Zusätzlich wollen wir eine Mitfahrbank einrichten, die nicht nur die Umwelt schont, sondern auch Menschen zusammenbringt.
Jugendliches Engagement würdigen
Ob Bewohner:innen der 'Lebenswärme' auf einen Spaziergang begleiten, den Marktplatz von Unkraut befreien oder Hausaufgabenhilfe anbieten: Wir wollen Jugendliche für solches Engagement gewinnen – mit finanzieller Anerkennung, die bei knapper Kasse zusätzlich Ansporn gibt.
Zwischenlager Gorleben: Sicherheit statt Aussitzen
Atomkraft ist und bleibt verantwortungslos – und dieses Bewusstsein müssen wir wachhalten. Die Genehmigung für das Zwischenlager Gorleben läuft 2034 aus – wir fordern echten Schutz vor Terror und Drohnen statt ausgesessener Beschlüsse.
Bezahlbares Wohnen sichern
Unser Antrag für ein gefördertes Wohnraumsanierungsprogramm scheiterte im Kreistag nur knapp am Stimmenpatt – wir bleiben dran: Leerstand sanieren und sozial vergeben statt teuer neu bauen.
Solar auf die Dächer anstatt in die Fläche
Photovoltaik gehört erst auf Dächer und Gewerbebrachen, bei weiterem Bedarf dann in die Landschaft. Allein in der Elbtalaue sollen 900 Hektar ausgewiesen werden – das Siebenfache des gesetzlichen Anteils. Solange das enorme Potenzial der Dächer nicht ausgeschöpft ist, bleiben Freiflächenanlagen für uns die letzte Wahl.
Dioxin-Verseuchung im Elbvorland aufklären
Betroffene Höfe tragen seit Jahrzehnten die Lasten einer Verseuchung, die sie nicht verursacht haben. Wir fordern Ausgleichszahlungen und die Wiederaufnahme regelmäßiger Dioxin- und PCB-Messungen an der Elbe.
Bäuerliche Landwirtschaft stärken
Wer unsere Lebensmittel erzeugt, verdient faire Preise statt Dumping durch Agrarkonzerne wie Bayer oder Corteva – und durch Billigimporte aus dem EU-Mercosur-Abkommen.
Gegen industrielle Massentierhaltung
Tiere sind Mitgeschöpfe, keine Ware. Wir lehnen industrielle Massentierhaltung ab und fordern artgerechte Haltung als Standard sowie regionale Schlachtmöglichkeiten.
Gesundheit ist keine Ware
Profitorientierte Strukturen haben im Gesundheitswesen nichts zu suchen. Wir fordern die Rekommunalisierung von Krankenhäusern, eine solidarische Bürgerversicherung und Behandlungszentren gegen den Ärztemangel im ländlichen Raum.
Tariflöhne bei kommunalen Aufträgen
Öffentliche Gelder gibt es nur an Betriebe, die fair bezahlen: Kommunale Aufträge und Fördermittel dürfen nur an tarifgebundene Unternehmen gehen. Zeit- und Leiharbeit im kommunalen Bereich lehnen wir ab.
Menschenwürdige Bedingungen für Obdachlose
Obdachlose haben in diesem Landkreis keine Lobby – die Zustände in der Unterkunft Dannenberg zeigen das deutlich. Wir haben schon für bessere Betreuung und eine Waschmaschine gesorgt, aber das reicht nicht.
Kleine Grundschulen erhalten
Kurze Beine, kurze Wege: Die Grundschule in Prisser muss bleiben, Neubauten wie in Trebel, Schnega und Küsten unterstützen wir. Wer Grundschulen schließt, zerstört dörfliche Strukturen und zwingt Familien ins Auto.
Sozialpädagogik an jeder Schule
Der Bedarf ist da, aber ohne pädagogische Fachkräfte bleiben Kinder auf der Strecke – wir fordern mindestens eine volle Sozialpädagogik-Stelle an jeder Schule.
Kostenlose, wohnortnahe Kitas
Kinder brauchen von Anfang an Sicherheit und kleine Gruppen – Krippen und Kitas müssen wohnortnah, kostenlos und ohne Absenkung von Betreuungsstandards bleiben.
Keine Brücke Neu Darchau
Ein Millionengrab, das der mittleren Elbe schadet und vor allem dem LKW-Transit nützt – die Fähre reicht, wenn das Fährkonzept endlich verbessert wird.
Vorrang für Rad und Fuß statt Auto
Das 70.000-Euro-Radwegekonzept des Landkreises klammert ausgerechnet die gefährlichsten Stellen aus: Ortsdurchfahrten und Schulwege. Wir fordern sichere Radwege mit Winterdienst und verkehrsberuhigte Ortskerne statt immer neuem Straßenausbau.
Aktiv gegen Rechtsextremismus
Nazi-Aufmärsche und Bürgerwehren haben bei uns keinen Platz. Wir führen die historische Aufarbeitung im Landkreis konsequent fort – mit Stolpersteinen, Gedenkorten und wachsamem Blick auf blinde Flecken.
Regionale Kreisläufe stärken
Was hier erzeugt wird, soll auch hier bleiben: Regionale Kreisläufe sichern Arbeitsplätze vor Ort und sparen unnötige Transporte.
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Windkraft mit Maß & Ziel
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